Kundalini Yoga

Was ist Kundalini
Yogi Bhajan
Sadhana
White Tantra

Die Ursprünge von Kundalini Yoga sind verhüllt im Nebel der Zivilisationsdämmerung auf dem Indischen Subkontinent.

    Die göttliche Kraft, Kundalini, strahlt wie der Stiel eines jungen Lotus;

    wie eine Schlange, um sich selbst gewunden

    hält sie ihren Schwanz im

    Maul und liegt halb schlafend am Grunde des Körpers.

    Yoga Kundalini Upanishad (1.82)

        

  

Die übersinnliche Energie symbolisiert durch die Schlangenform, zurückgehalten durch einen gewundenen geschlossenen Kreislauf. 

      

Kundalini Shakti, die zusammengerollte und schlafende "feminine" Macht, ist das unermessliche Potenzial kosmischer Energie, das in uns allen enthalten ist. Kundalini heisst wörtlich übersetzt "die Locke im Haare des Geliebten", sie wird normalerweise als eine in drei und halb Kreise gerollte Schlange symbolisiert, die ihren Schwanz im Maul hält, sich um das Kreuzbein windend an der Basis der Wirbelsäule. Das Erwecken dieser "Schlange" und die Manifestation ihrer Kräfte ist eines der Hauptziele bei der Ausübung von Kundalini Yoga.

Diese indische Symbolik in die jüdisch-christliche Begriffswelt übersetzt, beschreibt das Erwachen der göttlichen Präsenz (Schechina) im Körpertempel und die damit kultivierbare Bewusstseinsveränderung (durch den "Heiligen Geist") in ihrer Vereinigung mit dem unmanifestierten Unendlichen.

  

Die Grundtechniken von Kundalini Yoga entwickelten sich in den Klöstern  Indiens und Tibets über eine Zeitspanne von tausenden Jahren hinweg. Dort testeten und vollendeten die Rischis systematisch die exakten Bewegungen, Körperhaltungen, Laute und Atmung, welche verschiedene Bereiche des Körpers und des Gehirns aktivieren, um genaue Resultate zu erziehlen. 

 

Der Gegenstand der Ausübung von Kundalini Yoga ist die Erweckung der im Verborgenen vorhandenen göttlichen Schöpfungsmacht (weiblicher Aspekt Gottes). Wenn sie bereit ist, sich zu entfalten, steigt sie auf, durch die im Rückgrat befindlichen feinstofflichen Energiezentren (Chakren), um sich über der Krone des Hauptes mit dem absoluten Gottesbewusstsein (männlicher Aspekt Gottes), zu vereinigen. 

 

           Die Abbildung zeigt den eigentlichen Pfad der aufsteigenden Kundalini. Wenn man Kundalini Yoga übt und ein wahres Kundalini Erlebnis hat, mischen sich Prana und  Apana (polare feinstoffliche Energien) unterhalb des Nabels, dies führt zu einer Energieexplosion, welche die Kundalini Energie dazu zwingt, von ihrem Sitz im Kreuzbein ins Wurzel Chakra zu schiessen und von dort in einer Spirale die Shushumna (zentraler Energiekanal im Rückgrat) hinauf zur Hirnanhangdrüse und zur Zwirbeldrüse im Hirn, macht eine Doppelschleife am Nackenchakra, fliesst hinunter zum Herzzentrum, Nabel und Wurzelchakra und kehrt zurück an ihren Ausgangspunkt.

Bild der Kundalini Rising wie von Yogi Bhajan beschrieben, Zeichnung von Hector Hara, aus Kundalini Yoga, von Shakta Kaur Khalsa, erschienen bei DK books c. 2001.

   

 

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